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Arschloch

Arschloch ist ein weitverbreitetes Kartenspiel, das in verschiedenen Varianten gespielt wird. Mindestens zwei Spieler werden benötigt. Ab sieben Mitspielern empfiehlt es sich, zwei Standard-Kartenspiele zu nutzen. Durch Ablegen beziehungsweise Stechen werden die auszuspielenden Ämter vom König bis zum Arschloch ausgespielt. Eine genaue Absprache der Regeln ist empfehlenswert, da das Spiel regional unterschiedlich gespielt wird.

Das wird gebraucht

Kartendeck ohne Joker Acht Spieler

Geschichte

Arschloch wird in jüngerer Zeit verstärkt in westlichen Ländern gespielt. Eine ähnliche Variante lautet „Bettler“. Aufgrund der Beliebtheit des Spiels gibt es mittlerweile auch kommerzielle Varianten wie „Großer Dalmuti“ oder „Karriere-Poker“.

Ziel

Das Ziel des Spiels ist so simple. Alle Spieler versuchen während des Spiels, ihre Karten so schnell wie möglich von der Hand zu bekommen. Derjenige, dem dies zuerst gelingt, wird König. Der Letzte muss mit dem Amt des Arschlochs zufrieden sein.

Beschreibung des Spiels

Es handelt sich bei dem Spiel Arschloch um ein Stichspiel, das zum Ziel hat, möglichst schnell alle auf der Hand befindlichen Karten abzulegen. Dabei ist es unerheblich, wie viele Stiche man am Ende gemacht hat. Gewinner des höchsten Amtes ist der Spieler, der zuerst alle Karten abgelegt hat, Verlierer oder Arschloch ist der Spieler, der zuletzt eine oder mehrere Karten hält.

Regeln

Die Regeln variieren stark. Deshalb ist es wichtig, diese zunächst vor Spielbeginn festzulegen. Bis zu sieben Spieler spielen mit einem 32er Standard-Kartenspiel. Für einen längeren Spielspaß ist auch möglich, mit einem Rommee-Blatt oder zwei Standard-Kartenspielen zu spielen.

Zu Beginn werden alle Karten gleichmäßig verdeckt an die Spieler ausgeteilt. Wer die vorher bestimmte Anfangskarte (meist die Karo Sieben) hält, spielt als Erster aus.

Es kann eine einzelne Karte oder aber auch ein Mehrling ausgespielt werden. Als Mehrling werden Karten gleicher Wertigkeit bezeichnet.

Zum Beispiel

Reihum sind die anderen Spieler am Zug. Sie können passen oder den Stich mit einer höheren Karte übernehmen. Bei Mehrlingen kann der Stich nur mit gleich vielen Karten eines höheren Rangs gemacht werden. Das bedeutet, wenn ein Mehrling von drei Neunen auf dem Tisch liegt, kann der Stich nur mit drei Zehnen, Buben, Damen, Königen oder Assen gemacht werden. Ausnahme können hier die Joker sein. Der Einsatz und Rang von Jokern muss ebenfalls vorher besprochen werden.

Es kann sein, dass es strategisch sinnvoll ist, zu passen, obwohl man den Stich machen könnte. Es besteht also keine Stichpflicht. Der Spieler, der den Stich gemacht hat, kommt als Nächster raus.

Die Spielrunde ist zu Ende, wenn der vorletzte Spieler keine Karte mehr hat. Der letzte Spieler mit Karten auf der Hand ist das Arschloch. Wer als Erster keine einzige Karte mehr auf der Hand hat, wird der König der Runde.

Bei vielen Varianten ändert sich nun die Sitzordnung gemäß der Höhe der gewonnenen Ämter. Das Arschloch ist nun der Geber, denn die neue Runde wird von dem Verlierer begonnen.

In dieser Runde werden Karten „gedrückt“. Das bedeutet, dass Spieler mit niedrigen Ämtern ihre höchsten Karten an Spieler mit höheren Ämtern abgeben müssen. Der König bekommt so die höchsten Karten vom Arschloch im Tausch gegen seine Niedrigsten. Ebenso wird mit den anderen Ämtern verfahren. Vize-Arschloch tauscht mit Vize-König und so weiter. Vorher sollte das unbedingt abgesprochen werden. In den meisten Varianten ist festgelegt, dass das Arschloch keine Asse abgeben muss.

Wird eine bereits gespielte Karte wieder aufgenommen oder in anderer Form gegen die festgelegten Regeln verstoßen, wird dieser Spieler automatisch zum Arschloch. Der letzte Spieler mit Karten auf der Hand ist damit nur Vize-Arschloch. Wird als letzte Karte ein Ass aufgespielt, ist auch dieser Spieler automatisch das Arschloch. Es gilt daher auch bei diesem lustigen Spiel, auf Strategie zu achten.

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