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Écarté

Das wird gebraucht

Kartendeck ohne Joker Zwei Spieler

Geschichte

Écarté ist das Spiel der Kavaliere. So wurde es jedenfalls in Frankreich jahrzehntelang bezeichnet. Bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts war das Kartenspiel für zwei Personen auch in Deutschland recht beliebt. Doch dann führte die Einstufung als Glücksspiel und verschiedene Querelen deswegen dazu, dass die Beliebtheit immer mehr sank. Heute wird Écarté nur noch in einigen französischen privaten Clubs und Spielbanken gespielt. Paul Cézanne widmete dem Spiel mit „die Kartenspieler“ eines seiner Werke.

Ziel und Beschreibung des Spiels

Écarté wird mit einem französischen Blatt und 32 Karten gespielt. Dabei bekommt jeder der beiden Spieler zunächst fünf Karten ausgeteilt. Eine weitere Karte wird offen gelegt, sie bestimmt die Trumpffarbe und die restlichen unausgeteilten Karten werden verdeckt in die Mitte gelegt. Eine Besonderheit gibt es dabei noch. Ist nämlich die umgedrehte Karte ein König, dann bekommt der Kartengeber sofort einen Punkt gutgeschrieben. Ziel des Spiels ist es insgesamt fünf Punkte zu erreichen.

Dabei gibt es dann wenn ein Spieler drei oder vier Stiche hat einen weiteren Punkt. Wenn ein Spieler sogar alle fünf Stiche macht gibt es zwei Punkte. Doch sagt ein Spieler an, dann steht er auch unter Zugzwang und wenn er nicht mindestens drei Stiche macht, dann gewinnt der Gegner einen Punkt.

Spielbeginn und -verlauf

Das eigentliche Spiel beginnt dann damit, dass zunächst der nicht Kartengebende Spieler ansagen muss oder auch schieben kann. Wenn er ansagt, dann heißt es er geht davon aus zu gewinnen und fängt mit dem Spiel an. Wenn er schiebt darf der andere Spieler entscheiden ob er ansagt oder lieber nochmal schiebt. Haben beide geschoben, dann werden die Karten abgelegt und jeder bekommt fünf neue vom Talon. Dies kann so lange gehen bis ein Spieler spielt oder es nicht mehr genug Karten auf dem Stapel in der Mitte gibt. Wenn gespielt wird, dann werden alle fünf Karten auf der Hand durchgespielt und anschließend gibt es fünf neue aus dem Stapel in der Mitte.

Bei Écarté herrscht Stich- und Farbzwang. Das bedeutet wenn ein Spieler auslegt, muss der andere eine Karte der gleichen Farbe legen und gleichzeitig eine höhere. Dabei ist die höchste Karte der König, es folgen Dame, Bube, Ass, Zehn, Neun, Acht und die Sieben. Wenn der andere Spieler keine höhere Karte hat muss er einen Trumpf legen, hat er auch keinen Trumpf, dann darf er eine Karte der anderen Farbe legen.

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