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Herzeln

Herzeln ist wie der Name es schon vermuten lässt ein österreichisches Kartenspiel. Es kann zu dritt oder zu viert gespielt werden. Man benutzt dazu das französische Blatt mit 32 Karten. Spielt man jedoch nur zu dritt, dann werden die Siebener und Achter aus dem Deck entfernt und man spielt nur mit 24 Karten.

Das wird gebraucht

Kartendeck ohne Joker Vier Spieler

Geschichte

Wie Herzeln entstanden ist lässt sich heute schwer sagen. Es wird wohl irgendwann erfunden worden sein, denn es vereinigt in den verschiedenen Touren viele weitere bekannte Kartenspiele.

Spielbeschreibung

Bei Herzeln gibt es keine Trümpfe, man muss jedoch die gleiche Farbe legen. Und das Besondere an diesem Kartenspiel ist, dass es in acht einzelnen Spielen gespielt wird. Diese werden Touren genannt. Außer in der ersten und achten Tour werden in immer zwei Touren die gleichen Anforderungen gestellt.

Los geht es in der ersten Tour damit so wenig Stiche mit Herzkarten wie möglich zu machen. Für jede Herzkarte gibt es Minuspunkte. Dabei gibt es für das Herz-Ass minus Elf, für die Zehn minus Zehn, für den König minus vier, für die Dame minus drei, für den Buben minus zwei und für die anderen Karten je minus eins.

Als nächstes folgt die zweite und dritte Tour. Dabei geht es in der zweiten Tour darum so viele Stiche wie möglich zu machen. Jeder Stich gibt zehn Punkte. Die dritte Tour kehrt das dann um und für jeden gemachten Stich werden zehn Punkte abgezogen.

Im vierten Spiel kommt noch hinzu, dass es für jede Dame im Stich zwanzig Minuspunkte gibt. Im fünften Spiel gilt es den Herzkönig zu meiden. Denn wer ihn fängt, der bekommt gleich mal Satte vierzig Minuspunkte.

Im sechsten und siebten Spiel geht es dann um den letzten Stich. Wer im sechsten Spiel den letzten Stich macht bekommt dafür 40 Punkte gutgeschrieben. Und was dann im siebten passiert dürfte auch klar sein. Dann gibt es nämlich für den letzten Stich 40 Punkte weniger aufs Konto.

In der achten und letzten Tour geht es dann darum anzulegen. Ein Spieler spielt einen Buben raus, der andere muss eine Dame anlegen usw. Nach dem Ass fängt es dabei wieder mit der niedrigsten Karte an. Dabei kommt es drauf an wer zuerst fertig ist. Der Spieler, wer als erstes keine Karten mehr hat bekommt null Punkte, der zweite minus zehn Punkte, der dritte bekommt schon zwanzig Punkte abgezogen und der vierte verliert dann noch 30 Punkte im letzten Spiel.

Am Ende gewinnt der Spieler, der die höchste Punktezahl hat.

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