Sie sind hier

Knack Spiel

Knack gehört zu den beliebten und bekannten Kartenspielen. Es kann schon von den Jüngsten ab sieben Jahren gespielt werden. Zwei bis maximal neun Spieler können mitspielen. Das Spiel ist auch unter anderen Namen bekannt. Vielerorts wird es Schwimmen, 31, Feuer, Schnauz, Wutz oder Bull genannt.

Das wird gebraucht

Kartendeck ohne Joker Acht Spieler

Geschichte:

Obwohl bei Jung und Alt beliebt, wurde Knack vom Kaiser- und Königlichen Justizministerium 1904 auf die Liste der verbotenen Glücksspiele gesetzt. Dies rührt zum großen Teil daher, dass es in Teilen dem bekannten Glücksspiel 17 und 4 ähnelt. Hier ist es so, dass 31 Punkte anstatt 21 zum Sieg führen.

Ziel des Spiels:

Die Spieler versuchen, durch Tausch ihrer Karten der maximalen Punktzahl von 31 möglichst nahe zu kommen. Der Spieler, der die höchste Punktzahl erreicht, gewinnt die Runde.

Beschreibung des Spiels:

Der Geber verteilt an alle Mitspieler reihum verdeckt eine Karte, bis alle Spieler drei Karten auf der Hand halten. Der Geber teilt sich zwei Stapel zu. Nachdem alle Spieler ihre Karten aufgenommen haben, darf der Geber einen Stapel aufnehmen und ansehen. Er entscheidet, ob er dieses Blatt behält oder sich von dem Anderen mehr verspricht. Auf jeden Fall darf er nur einen Stapel ansehen. Denjenigen, den er nicht behält, legt er offen für alle sichtbar als Stock auf den Tisch.

Jeder Spieler hat beim Kartenspiel Knack drei Leben. Der Spieler verliert ein Leben, der die wenigsten Punkte in einer Runde erzielt.

Regeln:

Es wird im Uhrzeigersinn stets reihum gespielt. Das heißt, der links neben dem Geber sitzende Spieler beginnt die Runde.

Durch den Tausch der Karten sollen möglichst 31 Punkte erzielt werden. Die Wertigkeit der Karten ist entsprechend den Zahlenwerten gleichzusetzen. Bildkarten, also Bube, Dame und König zählen 10 Punkte, das Ass 11 Punkte.

Der Spieler, der an der Reihe ist, darf entweder eine oder alle drei Karten tauschen.

Die geforderte Punktzahl darf nur mit Karten gleicher Farbe (Karo, Herz, Pik, Kreuz) erzielt werden. Eine Besonderheit bilden die Gleichen. Drei Karten gleicher Wertigkeit ergeben 30,5 Punkte. Drei Asse bedeuten Feuer. In diesem Fall verlieren alle anderen Mitspieler ein Leben.

Hat ein Spieler durch den Kartentausch 31 Punkte erreicht, muss er das sofort mitteilen. Es ist wichtig, „Knack“ zu rufen. Vergisst er das, verliert er die Runde.

Findet der Spieler, der an der Reihe ist, keine passende Karte im Stock, kann er schieben. Durch die Schiebung ist der nächste Spieler am Zug. Es kommt auch vor, dass alle Spieler schieben. Schieben alle Beteiligten eine Runde, werden die Karten im Stock durch drei neue Karten vom Stapel ersetzt.

Hat ein Spieler seiner Meinung nach genug Punkte auf der Hand, um wenigstens nicht der Verlierer zu sein, kann er statt Schieben auch Passen. Damit kündigt er an, dass die Runde beendet werden soll. Alle anderen Spieler sind nur noch einmal an der Reihe. Der Spieler, der passt, kommt nicht noch einmal zum Tausch. Das Passen lohnt vor allem dann, wenn man drei Gleiche auf der Hand hält. Dichter an die Punktzahl 31 kann man kaum rankommen.

Als Sonderregel kann vereinbart werden, dass ein Spieler einen neuen Stock verlangen kann, wenn eine Sieben, Acht und Neun zusammen im Stock liegen. Dies kann jedoch nur von dem Spieler verlangt werden, der auch aktuell an der Reihe ist.

Hat ein Spieler bereits beim Geben einen Knack oder gar Blitz auf der Hand, ist die Runde sofort beendet. Falls der Geber sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht entschieden hat, ob er das aufgenommene Blatt halten möchte, darf er dieses Blatt noch umtauschen. Hat er seine Entscheidung jedoch bereits getroffen, zählen die Augen, die auf der Hand hält.

Halten am Ende einer Runde zwei oder mehr Spieler gleiche Punktzahlen auf der Hand, wird durch den Stich entschieden, wer die jetzige Runde gewinnt. Dafür wird vom verdeckten Stapel von jedem Spielern jeweils eine Spielkarte gezogen. Die Karte mit dem höchsten Wert gewinnt die Runde.

Share